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Österreichische Investoren erwerben astebo

WALLERN. Der Anlagen- und Rohrleitungsbauer Zaunergroup verkauft seine Kesselbau-Tochter astebo.

 

Das Unternehmen mit 40 Mitarbeitern mit Sitz in Marchtrenk übernimmt mehrheitlich der Burgenländer Werner Horvath, der lange Industrieerfahrung hat und zuletzt als Unternehmensberater tätig war. Drei Investoren unterstützen die Übernahme.

Manfred Zauner hat astebo, das für Austrian Steam Boilers steht, 2006 von Hoval übernommen. Damals hat der Heizkesselhersteller für diese Sparte einen Übernehmer gesucht. Seither habe Zauner nach eigenen Angaben "viel in die Sicherung des Standortes investiert und eine Verlagerung der Fertigung in ein Billiglohnland verhindert"

Jetzt wolle sich das Unternehmen mit rund 110 Millionen Euro Betriebsleistung "auf seine wesentlichen Zugpferde konzentrieren", heißt es in einer Unternehmensaussendung. Das sei der Rohrleitungsbau sowie Großanlagen in der Pharmaindustrie. Trotz attraktiver Angebote aus dem Ausland habe er sich für österreichische Investoren entschieden.

Horvath hat eine Vergangenheit bei Böhler, Teufelberger und war Geschäftsführer bei Schöller Bleckmann in Ternitz. Nach Verhandlungen über neun Monate habe man sich nun geeinigt. Der neue Mehrheitseigentümer will sich um die strategische Ausrichtung kümmern, an der operativen Geschäftsführung werde sich nichts ändern, so Horvath. Die Dampfkessel von astebo kommen in der Industrie und für Heizwärme zum Einsatz – von Wäschereien bis zur Dampfversorgung für Turbinen.

Horvath kündigt an, sich auf "Spezialanwendungen" konzentrieren zu wollen und will den Umsatz von zuletzt 13 Millionen Euro in fünf Jahren verdoppeln. Dazu werden bis zu 2,5 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren investiert. (sib)

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